Warum Die Pferdepflege So Wichtig Ist

Pferdepflege ist nicht nur dazu da, dass Ihr Pferd gut aussieht und bestenfalls einen Schönheitswettbewerb gewinnen kann. Nein, die tägliche Pflege ist die wichtigste Grundlage, um die Gesundheit und das dauerhafte Wohlbefinden Ihres Tieres zu garantieren.

Gründliches Putzen unterstützt dabei nicht nur Sauberkeit und Gesundheit von Haut und Fell: „Pferdepflege ist gleichzeitig auch eine Massage, die die Durchblutung der Haut und des Unterhautgewebes anregt und hierdurch die Hautatmung fördert“, erklärt Gerlinde Hoffmann, die bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung im Bereich Umwelt und Pferdehaltung arbeitet. Doch damit nicht genug: Sorgfältige Pferdepflege verringert die Wahrscheinlichkeit von gesundheitlichen Problemen, wie beispielsweise Strahlfäule, Scheuerstellen oder Mauke: Pferd und Reiter können also erst einmal aufatmen. Außerdem bietet sich die Möglichkeit, den Körper des Pferdes auf Verletzungen jeglicher Art hin zu untersuchen und Verhaltensveränderungen wie Mattheit oder Unruhe frühzeitig zu bemerken. Gleichzeitig ist die Pferdepflege ein wichtiger Baustein für die Beziehung zwischen Pferd und Mensch. Durch die regelmäßige körperliche Nähe zu Ihrem Tier bauen Sie Vertrauen auf und festigen die Bindung.

Pferdepflege: Die wichtigsten Utensilien

Die Grundvoraussetzung dafür, dass die Pferdepflege einfach und effizient von der Hand geht, ist eine gut ausgestattete Putzbox und das richtige Putzzeug. „Wichtig ist, dass man alle Utensilien hygienisch und sauber hält und am besten ab und zu desinfiziert. Jedes Pferd muss außerdem unbedingt seine eigene Box besitzen, damit nicht die Gefahr besteht, dass Krankheiten über Bürsten oder Schwämme übertragen werden“, erklärt die Pferdeexpertin. Die wichtigsten Bestandteile einer solchen Putzbox sind:

Striegel
Dieses Werkzeug aus Metall, Gummi oder Kunststoff verwenden Sie dazu, das Fell des Pferdes aufzurauen und den Schmutz zu lockern. Durch kreisförmiges Striegeln gegen den Strich massieren Sie hierbei gleichzeitig die Muskeln des Tieres. Sie sollten den Striegel daher nur auf den muskulösen Körperpartien des Pferdes anwenden.

Feine Kardätsche
Diese relativ feine Bürste benutzen Sie, um das Fell nach dem Striegeln fertig zu reinigen und glattzustreichen. Dabei streicht man die Kardätsche immer wieder am Striegel ab. An Körperteilen ohne Muskeln, wie zum Beispiel den Gelenken, sollten Sie die Kardätsche allerdings nur mit leichtem Druck anwenden, damit das Pferd nicht scheut.

Wurzel, Fell-, Mähnenbürsten
Mit der grobborstigen Wurzelbürste lassen sich Verkrustungen und Schmutzteile am leichtesten aus dem Fell entfernen. Sie können sie auch zum Ausbürsten von Schweif und Mähne benutzen. Besser eignen sich jedoch feinborstige Fell- und Mähnenbürsten, da sie nicht so leicht Schweifhaare ausreißen. Sie entfernen Knoten und Verfilzungen.

Weiche Schwämme
Für die Reinigung von Augen, Nüstern und Geschlechtsteilen sollten Sie statt Bürsten immer weiche Schwämme verwenden. Um Infektionen zu vermeiden, immer verschiedene Schwämme für die unterschiedlichen Körperteile zu nutzen.

Hufkratzer mit Bürste
Dieses Werkzeug benötigen Sie, um die Hufe Ihres Pferdes von Fremdkörpern zu befreien. Der Hufkratzer besteht aus einem Griff aus Holz, Kunststoff oder Metall, an dem ein Metallhaken und manchmal eine Bürste angebracht ist.

Metallisches Schweißmesser
Früher verwendete man dieses spezielle Zubehör zum Abziehen von Schweiß nach dem Reiten. Heutzutage ist es allerdings üblich, das Messer nur noch für das Abstreifen von Wasser zu benutzen, bspw. nachdem Sie Ihr Pferd abgeduscht haben.